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Physikalische Therapie

Die Physikalische Therapie ist ein Überbegriff für diverse therapeutische Behandlungsmethoden, es werden Wärme, Kälte sowie physikalische Mittel aus der Natur und Technik eingesetzt.

Die Therapien wirken entstauend, schmerzlindernd, lockernd, entspannend oder anregend

Die Maßnahmen der Physikalischen Therapie entfalten ihre Wirkung nach physikalisch-biologischen Prinzipien, durch von außen vermittelte kinetische, mechanische, elektrische und thermische Energie. Bei Bädern und Inhalationen wirken u.U. zusätzliche chemische Inhaltsstoffe mit.

Wir bieten folgende Behandlungsmethoden der physikalischen Therapie an:

Manuelle Lymphdrainage, Massagen, Bindegewebsmassage, Fußreflexmassage, Colonmassage, Elektrotherapie, Wärmeanwendungen/Packungen, Natur-Moorpackung und -Kneten, Kneippanwendungen, Solewannenbäder, Medizinische Bäder, Kältetherapie sowie Inhalation mit Sole-Sauerstoff (Seaclimate ®)

Wir weisen daraufhin, dass nicht mehr alle folgend aufgeführten Behandlungsmöglichkeiten mit den gesetzlichen und privaten Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen abrechenbar sind und daher teilweise nur auf Selbstzahlerbasis buchbar sind. Sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne.

 

Wir bieten folgende Behandlungsmethoden an

  • Elektrotherapie
  • Sole-Sauerstoff Therapie
  • Kältetherapie
  • Massagen inkl. Lymphdrainage
  • Sole (Sole-Sauerstoff Therapie)
  • Medizinische Bäder
  • Kneipptherapie
  • Warmpackungen

 

Elektrotherapie

Unter Elektrotherapie versteht man die Anwendung des elektrischen Stromes zu Heilzwecken. In der Regel wird hierbei der erkrankte Körperteil direkt vom Strom durchflutet, jedoch sind auch indirekte Fernwirkungen möglich. Je nach Erkrankung, Lokalisation und Behandlungsziel verwendet man galvanischen Gleichstrom, niederfrequente Reizströme mit Frequenzen bis zu einigen hundert Hertz und mittelfrequente Ströme mit Frequenzen von einigen tausend Hertz. Die Gemeinsamkeit der großen Vielfalt von Geräten und Stromformen besteht darin, dass sie entweder dazu dienen, Schmerzen zu dämpfen oder geschädigte Muskulatur durch elektrische Reize zur Kontraktion bringen.

Eine Sonderstellung zwischen Elektro- und Mechanotherapie nimmt der Ultraschall ein; hier bewirkt die Schallenergie durch hochfrequenten Zug- und Druckwechsel eine tiefe Gewebserwärmung.

 

Die Behandlung

Die elektrischen Ströme werden über Elektroden ins Gewebe geleitet, die dem jeweiligen Behandlungszweck angepasst sind. Ein direkter Kontakt und damit eine Verätzungsgefahr werden vermieden, indem feuchte Schwämme zwischen Metallelektrode und Haut gelegt werden. Es gibt für chronische Schmerzpatienten auch batteriebetriebene Kleingeräte, die am Körper getragen werden und zur vielfältigen Dauerbehandlung geeignet sind. Verfahren dieser Art werden „Transkutane elektrische Nerven-Stimulation“ bzw. TENS genannt.

Ultraschall wird über einen handlichen Schallkopf direkt von der Hautoberfläche in das Schmerzgebiet eingestrahlt. Um zu vermeiden, dass dort wärmebedingte Schmerzen entstehen, wird der Schallkopf vom Therapeuten ständig leicht kreisend hin und her bewegt.

Grundsätzlich gilt für alle Verfahren der Elektrotherapie, dass die Behandlung nicht unangenehm schmerzhaft sein darf. Andernfalls muss der Therapeut verständigt und die Intensität entsprechend geregelt werden.

 

Anwendungsbereiche

Die verschiedenen Stromformen werden bei praktisch allen akuten und chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat eingesetzt. Hierzu gehören die weichteilrheumatischen Beschwerden im gesamten Bereich der Muskulatur, einschließlich der Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln. Auch Nervenschmerzen (Neuralgien) und Nervenentzündungen können günstig beeinflusst werden. Die krankengymnastische Übungsbehandlung von lähmungs- und inaktivitätsbedingtem Muskelschwund wird durch die aktivierende Reizstrombehandlung unterstützt. Diathermie, Ultraschall und Infrarot bewirken vor allen eine Detonisierung schmerzhaft verspannter Muskulatur, insbesondere im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.

  • Ultraschall / Phonophorse
  • Iontophorese
  • Exponentialstrom
  • Diadynamische Ströme nach BERNARD
  • Interferenztherapie (Nemectrodyn)
  • Tens
  • EMS
  • Hochvolt
  • Ultra-Reizstrom/ Impulsstrom

 

Sole-Sauerstoff-Therapie

Sole-Sauerstofftherapie
… so wirkungsvoll und erholsam wie ein Spaziergang am Toten Meer. Bereits ein 20-minütiger Aufenthalt wirkt sich lang anhaltend auf den gesamten Organismus aus. Sole und ionisierter Sauerstoff werden zu einem wirksamen Meeresklima (Sea Climate®) kombiniert.

Bei der Sole-Sauerstoff-Therapie (SeaClimate®) handelt sich um eine Rauminhalation mit Ultraschallvernebelung. Es wird ein Meeresreizklima erzeugt, welches die Atemwege befeuchtet und reinigt, die Haut erfrischt, den allgemeine Stoffwechsel fördert und das Gehirn intensiv mit Sauerstoff versorgt.

Die Sole-Sauerstofftherapie (SeaClimate®) verbindet in einer patentierten Symbiose aus Sauerstoff und Sole die natürlichen Heilkräfte. Dadurch werden die Atemwege durchlässiger, der Stoffwechsel und das Immunsystem werden angeregt. Der Sauerstoff ist ionisiert und wirkt sechsmal schneller als Luftsauerstoff. Die Sole wird mittels hochwertiger Medizintechnik in einem Partikelspektrum von 0,5 bis 0,7 µm vernebelt und gelangt daher bis in kleinsten Lungenverzweigungen (Alveolen).

Anwendungsbereiche:

  • Erweiterung der Atemwege durch Schleimlösung (Mucolyse und Expektoration) bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung COPD
  • Immunstimulation
  • Sekretmobilisation(Schleimlösung) für Nasennebenhöhlen / chron. Sinusitis
  • Behandlung Grippaler Infekte / Bronchitis
  • Sauerstoffmangel bei Atemwegserkrankungen z. B. Asthma, COPD
  • Heuschnupfen / Allergien (wegen des hochgereinigten extrem allergenarmen Inhalats)
  • Vorbeugung gegen Erkältung und Grippe – ionisierter Sauerstoff wirkt antiinfektiös
  • allgemeine Leistungssteigerung durch bessere Sauerstoffversorgung
  • Stressprophylaxe /Stressabbau
  • Positive Wirkung auf den Stoffwechsel
  • Positive Beeinflussung des Bluthochdrucks sowie bei Migräne und Schlafapnoe

Unsere empfohlene Anwendungsdauer: Therapie mit 10 Sitzungen à 20 Min., zwei- bis dreimal pro Woche, danach weiter je nach Bedarf. Diese Therapie kann in Verbindung einer offenen Badekur über ein Privat-Rezept ärztlich verordnet werden oder als Selbstzahlerleistung eingekauft werden. Leider gibt es keine Kostenübernahme/Verordnung durch die Gesetzlichen Krankassen.

Kontraindikationen sind nicht bekannt. Wir weisen jedoch darauf hin, dass ein Reizklima ähnlich dem des Toten Meeres erzeugt wird, das für Patienten mit bronchialer Hyperreagibilität (Asthma bronchiale/COB) bei der Erstanwendung kritisch geprüft werden sollte (evtl. Probeinhalation). Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen können auf den Jodgehalt im Solemilieu mit Schilddrüsenfunktionsstörungen reagieren, daher klären Sie bitte vor der ersten Behandlung mit Ihrem Hausarzt, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

 

Kältetherapie

Neben Eiswürfelmassagen und Eispackungen setzen wir für diese Therapie ein Kaltluftgerät ein.

Die Kaltluft-Therapiegeräte sind für die lokale Therapie entwickelt. Bei der Kaltluft-Therapie wird die genau zu dosierende Luftströmung mit dem Behandlungsschlauch mit bis zu -32° auf die Haut geblasen. Dabei wird dem Körper gezielt Wärme entzogen. Durch den lokalen Wärmeentzug wirkt die Kaltluft-Therapie schmerzreduzierend und abschwellend, Muskeltonus senkend.

Eingesetzt wird die Kältetherapie u.a.

  • zur Schmerzlinderung (analgesierende Wirkung)
  • zur Entzündungshemmung
  • zur Muskeldetonisierung
  • bei Rheumatische Erkrankungen
  • nach Operativen Eingriffen
  • bei Neurodermitis

 

Massagen

Die ganzheitliche therapeutische Behandlung von Muskeln, Sehnen, Bändern, Kapseln, Haut und Unterhaut steht bei der Massage im Mittelpunkt. Je nach Therapieziel werden verschiedene Griffarten zu einem Behandlungskonzept zusammengestellt. Die Wirkungen sind vielfältig – sie reichen je nach Ziel von der Schmerzlinderung, über Durchblutungsförderung bis hin zur Entspannung und Entlastung. Die Massagetherapie umfasst die nachstehend beschriebenen Maßnahmen:

Klassische Massagetherapie (KMT) als überwiegend muskuläre Massageform einzelner oder mehrerer Körperteile zur Erzielung einer entstauenden, tonisierenden, detonisierenden, schmerzlindernden und hyperämisierenden Wirkung.

Bindegewebsmassage (BGM), Colonmassage (CM) Fußreflexzonenmassage (CM), Lymphdrainage (MLD)

 

Klassische Massage (KMT)

Die Muskelmassage wird meistens am Rücken durchgeführt, kann aber auch an allen anderen Körperteilen, Armen und Beinen angewendet werden. Die Massagetherapie setzt bestimmte manuelle Grifftechniken ein, die in planvoll kombinierter Abfolge je nach Gewebebefund über mechanische Reizwirkung direkt Haut, Unterhaut, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe (Faszien) einschließlich deren Nerven, Lymph- und Blutgefäße beeinflussen. Indirekt wird eine therapeutische Beeinflussung innerer Organe über cutiviscerale Reflexe erreicht.

Muskelverspannungen zeichnen sich dadurch aus, dass Muskeln durch falsche Beanspruchung, durch Dauerbeanspruchung und fehlende Entspannungsmöglichkeiten, oft auch als Folge anderer Beschwerden oder Schmerzen sich anspannen, verkürzen und verhärten; Muskelfasern verkleben strangförmig oder punktuell (Myogelosen) und können nicht mehr in Ihre lockere Ausgangssituation zurückkehren. Der Stoffwechsel im verspannten Muskel ist gestört, die Durchblutung vermindert. Ziel der Massage ist die Lockerung und Dehnung der Muskulatur und die Wiederherstellung einer optimalen Stoffwechsel- und Durchblutungssituation.

 

Fußreflexzonenmassage (FMR)

Die Fußreflexzonenmassage wirkt über nervös reflektorische Wege zur Beeinflussung innerer Organe und peripherer Durchblutungsstörungen sowie über segmentale Regulationsmechanismen.

 

Bindegewebsmassage (BGM)

Die BGM ist eine Massagetechnik zur Diagnose und Behandlung von krankhaft veränderten Bindegewebszonen mit neuroreflektorischer Wirkung über segmentale Haut-, Bindegewebs- und Muskelzonen auf innere Organe. Sie hat Wirkung auf segmental zugeordnete innere Organe, auf periphere Durchblutung und eine neurovegetative Gesamtbeeinflussung. Sie wird beispielsweise eingesetzt bei funktionale Störungen innerer Organe z. B. Atemnot, Husten, Spasmen, Reizkolon, Reizmagen, Durchblutungsstörungen und Gefäßspasmen, usw.

 

Colonmassage (CM)

Die Colonmassage ist eine Massage des Dickdarms durch die Bauchdecke, die zur Unterstützung und Aktivierung der natürlichen Darmbewegung dient. Sie wirkt entspannend auf den Bauchraum und stuhlfördernd.

Indikationen: chronische Obstipation (Verstopfung), Meteorismus (Blähbauch)
Kontraindikationen: Darmverschluss, Darmtumor, akute und chronische Entzündungen des Bauchraums, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Schwangerschaft

 

Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Die Lymphdrainage sorgt für eine Entstauung von Flüssigkeit aus dem Gewebe. Die Lymphdrainage hat zum Ziel, das gestörte Gleichgewicht zwischen der Menge von Gewebewasser und der Leistungsfähigkeit der Lymphbahnen wiederherzustellen, das Unterhautgewebe wird mit sanftem Druck massiert, die Behandlung schließt immer die Mitbehandlung der Lymphknoten in der zu behandelnden Region, sowie des Bauchraumes und der Halslymphknoten mit ein. Es stehen für die Lymphdrainage verschiedene Griffe zur Verfügung. Womit es zu einem Abtransport von überschüssiger Gewebsflüssigkeit kommt. Die Lymphdrainage erhöht die Pumpleistung des Lymphsystems über Stunden um das ca. 10-fache.

Die Indikation für eine Lymphdrainage sind Lymphödeme, Ödeme bei rheumatischen Erkrankungen, Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen.

Die Wirkung der Lymphdrainage:

  • Abtransport von Schlacken und Flüssigkeit aus dem Gewebe
  • Verminderung von Stoffwechselstörungen
  • Verringerung bzw. Beseitigung von Stauungszuständen
  • Steigerung des venösen Rückflusses
  • Verringerung von Schmerzen und Aufhebung von Gefäßspasmen

Die Lymphdrainage wird nicht eingesetzt bei Kontraindikationen/Gegenanzeichen wie akute allergische Reaktionen, Herzschwäche, Blutgerinnungsstörungen, Thrombosen, Embolien, akuten malignen Tumorgeschehen, akute Entzündungen

 

Warmpackung

Unterstützende Anwendungen aus dem Bereich der physikalischen Therapie ist die Wärmetherapie mittels Warmpackung, Rotlichttherapie, Naturmoorpackungen

Wirkung: Durchblutungsförderung, Stoffwechselbeschleunigung, Auflösung von Muskelverspannungen, Plastizitätsverbesserung von Gewebsverhärtungen, Schmerzlinderung. Wird eingesetzt bei rheumatisch-degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke, Muskelverspannungen, chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen.

 

Sole

Sole ist ein Allroundtalent. Sie hilft bei Haut- und Atemwegsbeschwerden. Patienten mit Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen profitieren von einem Solebad, durch die erhöhte Auftriebskraft (höherer Salzgehalt des Wassers) schweben Sie förmlich.

Das unscheinbar aussehende Mineral steht bereits seit Jahrhunderten als Heilmittel zur Verfügung, dabei vorwiegend in gelöster Form, als Sole.
Unter Sole versteht man salziges Wasser natürlichen Ursprungs, das einen hohen Gehalt an Mineralsalzen – mit einer hohen Konzentration an Ionen aus Jod, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen (und Brom) – hat. Sole ist ein anerkanntes Arzneimittel, das sowohl äußerlich – zum Beispiel in Form von Bädern oder innerlich als Trinkkur, Spülung oder Inhalation angewendet wird. Das medizinische Spektrum, in dem es positive Effekte erzielen kann, ist groß.

Die Bad Sassendorfer Sole hat einen Salzgehalt von bis zu 10 Prozent. Die verschnittene Sole, die im Therapiebereich verwendet wird, besitzt nach Zufuhr von Trinkwasser noch einen Salzgehalt von ca. 3 %. Im Therapiebereich wird die Sole in Form von Bädern und Inhalationen verabreicht und bei den Einzel- und Gruppen-Bewegungsbädern eingesetzt.

Abgesehen davon, dass Sole das Immunsystem und den Kreislauf stärkt und nicht selten desensibilisierend bei Allergien wirkt, kann sie unter anderem bei Verdauungskrankheiten, Stoffwechselstörungen oder bei Blasen- und Harnleiterinfektionen helfen.

Hauptanwendungsgebiete der „weißen Krankenschwester“, wie Sole aufgrund ihrer Heilwirkung auch genannt wird, sind jedoch Hautkrankheiten sowie Erkrankungen der Atemwege und des Bewegungsapparates.

Durch Sole-Anwendungen lassen sich bei vielen Hautkrankheiten sehr gute Ergebnisse erzielen, sie wirkt z.B. antibakteriell.
Angezeigt ist die Soleanwendung bei chronischen Erkrankungen wie z.B. Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) hier wirken Sole-Anwendungen nachhaltig angewendet werden z.B. Bäder mit hochkonzentrierter Sole.

 

 

Medizinische Bäder

Medizinisches Bad ist der Überbegriff für alle Bäderarten, die im Bereich der sogenannten Balneotherapie (auch Bädertherapie genannt) zur therapeutischen Anwendung kommen. Dazu zählen u. a. Kräuterbäder, Solebäder, Ölbäder.

Bäder zu medizinischen Zwecken werden seit mehreren tausend Jahren durchgeführt. Sie dienen der Linderung von Krankheitsbeschwerden, sind Teil einer Therapie oder dienen einfach nur der Entspannung des Patienten.

 

Ziele und Wirkung der med. Bäder

Die Wirkungen sind substanzspezifisch. Warme Bäder sind allgemein wärmend, beruhigend, entspannend, gefäßerweiternd und kreislaufregulierend, z. B. blutdrucksenkend und ermüdend.
Die Wirkungsweise der Bäder stellt sich zusammen aus sechs Faktoren:

  • Temperatur
  • hydrostatischer Druck
  • Auftriebskraft des Wassers
  • Reibungswiderstand des Wassers
  • mechanische Faktoren
  • chemische Faktoren

 

CO2 Bad

Hier kann man die Hautdurchblutung verbessern und die Gefäße erweitern. Das Bad wird mit einer Temperatur zwischen 30 und 35 Grad angewandt. Die Badedauer beträgt anfangs nicht länger als 8 min, später ist die Dauer auf 10 – 15 min ausdehnbar.

 

Indikation

Erkrankungen des Herzens (Blutdrucksenkend u. damit Entlastung fürs Herz), Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen

 

Kontraindikation

weit fortgeschrittene Herzmuskelschwäche, akute Endokarditis, akute Infarkte

 

Solebad

Solebäder werden zur Behandlung und Linderung verschiedener Krankheiten und Beschwerden, aber auch zur Stärkung des Immunsystems sowie zu Entspannungszwecken eingesetzt. Der hohe Salzgehalt des Solebads hat viele positive Effekte auf den Organismus des menschlichen Körpers.

Das Solebad kommt daher als häufiges Hilfsmittel bei Therapien vielfältiger Beschwerden zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere Hautkrankheiten, Erkältungserkrankungen, Allergien, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Nieren und Harnwegsentzündungen. Vor allem Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne sind durch das Solebad gut behandelbar

 

Indikationen:

Hauterkrankungen, Allergien, Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Nieren- und Harnblasenerkrankungen, nervösen Störungen, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen

 

Kontraindikationen:

Ein Solebad sollte nicht öfter als zweimal wöchentlich durchgeführt werden! Die positive Wirkung von Solebädern bei vielen Beschwerden ist bekannt. Dennoch beansprucht ein Solebad den Kreislauf in besonderer Weise. Deshalb sollten gerade Menschen die an einer Herz-Kreislauf-Schwäche leiden ein Solebad nur in Absprache mit Ihrem Arzt nehmen.

 

Medizinische Ölbäder

  • Heublumenbad
    • Neuralgien, Ischialgie und rheumatischen Beschwerden
  • Baldrianbad
    • Schlaflosigkeit, nervliche Anspannungen, Angst- und Spannungszustände, muskelentspannende und krampflösende Wirkung
  • Lavendelbad
    • lokale Hautveränderungen, Frostbeulen, chronisch kalte Füße, allgemeine Durchblutungsstörungen funktioneller und organischer Ursache
  • Kamillebad
    • Entzündliche Hauterkrankungen, schlecht heilende Wunden, Abszessen, Furunkeln, infizierte Wunden, Analfissuren, Hämorrhoiden, Dekubitus
  • Melissebad
    • Nervosität, Schlafstörungen, klimakterische Beschwerden, funktionelle Herzbeschwerden, schlechter Hautdurchblutung
  • Eucalyptusbad
    • Hautdurchblutung, Erkältungen, Bronchitis
  • Rosmarinbad
    • mangelhafte Hautdurchblutung, Frostbeulen, Verbesserung der peripheren Kreislaufregulation
  • Fichtennadelbad
    • nervöse Beschwerden, Schlaflosigkeit, Bronchitis, nicht akute rheumatische Beschwerden

 

Kontraindikationen bei allen Vollbädern

  • fieberhafte und infektiöse Erkrankungen
  • Herzinsuffizienz Stadium III und IV (NYHA)
  • hochgradiger Koronarinsuffizienz
  • Bluthochdruck Stadium IV (WHO)

 

Kneipptherapie

Ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur führen und auf diese Art aktiv vorbeugen und Heilung finden. Diesen ganzheitlichen Ansatz hat Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) vor 150 Jahren zur Grundlage seiner umfassenden Heilverfahren gemacht – mit Erfolg.

Unter der Therapie versteht man ein von dem Pfarrer Sebastian Kneipp gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickeltes Behandlungsverfahren, das auf den fünf Säulen gegründet ist:

  • Hydrotherapie (Wasseranwendung)
  • Ernährungstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Heilpflanzenkunde
  • Ordnungstherapie

Dabei ist das Kneipp-Konzept eine ganzheitliche Therapie, die Körper, Geist und Psyche in Einklang bringt.

Die Kneipp-Behandlung steht (im Gegensatz zu einigen anderen alternativen Therapien) ihrem Selbstverständnis nach nicht im Widerspruch zur Schulmedizin, sondern will diese ergänzen. Je nach Beschwerdebild und Konstitution des Patienten werden die einzelnen Komponenten einer Kneipp-Behandlung aufeinander abgestimmt dosiert.

In der physikalischen Therapie wird die Kneipp-Therapie vor allen im Bereich der Hydrotherapie kalte Güsse, Wechselgüsse und Wechselbäder) angewendet.

 

Ziele und Wirkung der Kneipp- beziehungsweise Hydro-Therapie:

Die Hydrotherapie beruht darauf, dass durch die thermischen Reize und den Druck des Wassers auf die Haut und die tiefer liegenden Gewebeschichten die Durchblutung angeregt und dadurch das Immunsystem und das vegetative Nervensystem stimuliert werden.

 

Anwendungsbereiche sind:

Infektprophylaxe und Anregung des Kreislaufs, Niedriger Blutdruck, Kreislaufregulationsstörungen, Funktionelle Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Allgemeine Müdigkeit und Abgespanntheit

Kontraindikationen sind: Fieberhafte Erkrankungen, Kälteallergie, Kälteanwendungen bei entzündlichen Erkrankungen des Urogenitalbereichs, Wärmeanwendungen bei lokal entzündlichen Prozessen, Wärmeunverträglichkeit, Wärmeanwendungen bei Krampfaderleiden

Weitere Therapie- & Leistungsangebote

Ernährungsberatung

In der Klinik Hellweg beraten wir Sie individuell zu allen Fragen rund um die Ernährung.

Psychologischer Dienst

Die Arbeit des psychologischen Dienstes in der Klinik am Hellweg hat einen Schwerpunkt in der schmerzpsychologischen Behandlung der Patienten.

Sozialdienst

Unsere Rehabilitations- und Sozialberatung unterstützt Sie bei der Suche nach neuen Perspektiven.

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