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Reha nach Amputation

Einer der Schwerpunkte der Klinik ist die „Nachbehandlung nach Amputationen“ von Gliedmaßen oder deren Teilamputation.

Für die Betroffenen ist eine Amputation oder Teilamputation sehr oft ein äußerst belastendes Erlebnis, das zunächst einmal verarbeitet werden muss. Daneben hat der Betroffene als Arm- oder Beinamputierter viele neue Herausforderungen zu bewältigen.

Das multiprofessionelle Team der Klinik am Hellweg – bestehend aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Krankenschwestern/-pflegern und externen Orthopädietechnikern – steht den Betroffenen hierbei während der Rehabilitation mit Rat und Tat zur Seite. In Zusammenarbeit suchen sie mit den Betroffenen die bestmögliche individuelle Problemlösung, um die Folgen soweit wie möglich abzumildern.

Ziel in der Klinik am Hellweg soll es sein, das die Patienten so rasch wie möglich wieder ein „normales Leben“ mit möglichst wenigen Einschränkungen führen können.

 

Was ist eine Amputation?

Definitionsgemäß ist die Durchtrennung eines Knochens im gesunden Gewebe, wenn die Heilung des betroffenen Körperteils nicht (mehr) zu erwarten ist, gemeint. Ursachen sind häufig Gefäßverschlüsse, Unfälle oder seltener Infektionen oder Tumorerkrankungen.

 

Entscheidende Faktoren nach einer Amputation/Teilamputation

Entscheidend für die Versorgung nach einer Amputation/Teilamputation sind der Gesundheitszustand, die körperlichen Voraussetzungen, Alter, Körpergewicht, der Grad der Mobilität, der Heilungsverlauf, das Vorliegen von Begleiterkrankungen sowie die Motivation des Betroffenen.
Entsprechend vielfältig und variabel müssen die Lösungsmöglichkeiten sein. Hierbei spielen folgende Fragen eine wichtige Rolle:

 

  • Handelt es sich um eine Amputation an den oberen (Arme) oder unteren Gliedmaßen (Beine)?
  • Wird der Patient mit Prothese wieder laufen können oder ist eine Rollstuhlversorgung zeitweise oder gänzlich erforderlich?
  • Heilt die Narbe gut ab oder ist noch eine Wundversorgung erforderlich?
  • Steht der kosmetisch-ästhetische Aspekt im Vordergrund oder der Funktionsersatz?
  • Gibt es die Tendenz zur Ausbildung von „Phantomschmerz“, der durch rechtzeitige therapeutische Maßnahmen verhindert oder vermindert werden kann?

 

Behandlungsverlauf nach Amputationen

Reha nach AmputationIn der Regel steht in der ersten Phase nach Operation die Wundheilung im Vordergrund. Entsprechend wird die Extremität gelagert, regelmäßig verbunden  und es werden vorsichtige situationsangepasste abschwellende Maßnahmen durchgeführt.

Bei normalem Heilungsverlauf ist die Narbe nach ca. 3 – 4 Wochen weitgehend stabil und das Hautverschlussmaterial ist entfernt. In dieser Phase liegt der Schwerpunkt bei der Stumpfformung, Kompression und es wird ein Mobilitätstraining durchgeführt. In vielen Fällen kann im Rahmen der Sofort/Frühversorgung bereits die erste Prothese angepasst werden. Häufig handelt es sich um eine „Interimsprothese“, also eine Übergangsprothese, da sich das Gewebe durch die Abschwellung  und den Heilungsprozess noch stärker verändert und die Prothese durch den Orthopädietechniker regelmäßig überprüft und häufiger angepasst werden muss.

Diese „rehabilitative Phase“ dauert etwa 6 – 8 Monate, je nach den individuellen Umständen und Einflussfaktoren (siehe oben).

Die Zeit, in der Klinik am Hellweg ist allerdings meistens deutlich kürzer.

In diesem Zeitfenster finden wir gemeinsam mit Ihnen heraus, welche Prothese am besten geeignet ist und wie eine Versorgung möglich und sinnvoll ist. Entscheidende Faktoren sind die Individuelle Anpassung, die Nutzungsintensität, der „Pflegekomfort“ sowie die „Prothesenästhetik“.

Auch gibt es verschiedene „Verankerungsmöglichkeiten“, z. B. durch „Unterdruck“ oder mechanisch.

Nach ca. 1 1/2 Jahren hat die Narbe weitgehend ihre endgültige Form erlangt und die individuellen Bedürfnisse können berücksichtigt werden. Handelt es sich z. B. um einen Sportler, kann eine spezielle Laufprothese mit Karbonfederfuß  angefertigt werden. Fürs Schwimmen oder Baden gibt es spezielle kosmetisch gut angepasste Badeprothesen, die rutschfest sind, im Wasser getragen werden können und vom Laien kaum als Prothese erkannt werden.

Für die oberen Extremitäten gibt es z. B. „myoelektrische Hände“, die in „Echtzeit“ die Greif- und Haltefunktion ersetzen.

Von der Wundheilung bis zur Prothesenversorgung verfügt die Klinik am Hellweg über die notwendige Erfahrung und die multiprofessionale Fachkompetenz, um negative Folgen einer Amputation zu minimieren und um den richtigen Weg zu einer zufriedenstellenden Versorgung zu finden.

Bei Fragen können Sie uns jederzeit unter 02921-501-02 oder auch per E-Mail (info@klinik-hellweg.de) kontaktieren. Wir freuen uns auf Sie!

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